Glutenfrei in Holland: Vrouwenpoulder

Ganz in der Nähe von unserer Unterkunft befand sich das Restaurant „De Heksenketel“. (www.de-heksenketel.nl).

Diese haben eine spezielle glutenfreie Karte (auch auf der Homepage), die aber nur aus ausgewählten Gerichten der normalen Karte besteht. Die Bedienung (zumindest bei zwei von drei Aufenthalten) kannte sich auch mit der Thematik gut aus. Sie versicherte uns auch ohne Nachfrage bei Ketchup + Mayo, dass diese glutenfrei seien.

Leider ist die Auswahl der Kindermenus eher eingeschränkt und deshalb gab es für L. dreimal Pommes mit Knackwürstchen.

Glutenfrei Vrouwenpoulder Knackwürstchen

Zum Nachtisch gab es Kindereis, die kompetente Bedienung ersetzte die glutenhaltigen Schokostreusel durch M+Ms, beim letzten Mal klappte dies trotz Aufforderung nicht, aber immerhin wurden die Streusel weggelassen.

Glutenfrei in Holland: Veere

Glutenfrei in Veere: Heute waren wir in Veere. Wir hatten vorab nichts im Internet gefunden und mussten eine Weile suchen um wenigstens glutenfreie Pommes zu entdecken. Hier sind aber drei verschiedene Friteusen im Einsatz und daher gab es heute mal für die ganze Familie frietjes.

Frituur De Kombuis, Kaai 65, 4351 AB Veere

Glutenfrei in Veere: Pommes

Glutenfrei in der Jugendherberge Panarbora

Glutenfrei in der Jugendherberge Panarbora – unsere Erfahrung kurz zusammengefasst. Schon vor einem Jahr hatte meine Frau ein Wochenende in der Panarbora gebucht, wo man als besondere Attraktion in Baumhäusern schlafen kann. Mal abgesehen davon dass die Baumhäuser als solche weniger spektakulär waren als wir erwartet hatten will ich hier aber nur über die Erfahrungen mit der Küche und dem Thema „glutenfrei“ erzählen.
In der Regel funktioniert die glutenfreie Versorgung in Jugendherbergen ja besser als in den meisten Restaurants. Meine Frau hatte vorher angerufen und es wurde ihr versichert, dass sie alles da hätten und bei jeder warmen Mahlzeit es zwei glutenfreie Alternativen gäbe.

Abendessen

Am ersten Tag waren wir relativ spät beim Abendessen, es war schon relativ leer. Ein einziger Koch kümmerte sich hinter der Theke um das gesamte Essen. Nach der Nachfrage ob denn die Pommes glutenfrei seien, stellte er klar dass er dafür nicht garantieren könne, weil die Chicken-Nuggets nicht immer getrennt zubereitet wären. Nachdem die Alternative Reis mit Hähnchen-Geschnetzelten nicht so wahnsinnig gut bei L. ankam bot er dann an getrennt Pommes in einem Wok zu frittieren, was wir dankend annahmen. Der Koch schien unerfahren und tendenziell gestresst. Die erste Portion Pommes ließ erst mal zu lange drin die dadurch verbrannte. Die zweite war dann in Ordnung, dazu gab es dann statt der Nuggets einen Schlag Hähnchengeschnetzeltes. Dann verkaufte er mir noch eine Portion Fisch-Curry als „vegetarisch“, was mein Vertrauen nicht gerade stärkte. Am Ende tat er mir aber eher leid.  Er entschuldigte sich aich zigfach – sowohl für den Fisch wie auch für die angebrannten Pommes. Er fragte dann auch wegen des Schokopuddings nochmal in der Küche nach (war glutenfrei) und da die Nachtisch-Alternative Obstsalat war auch nicht mit Kekskrümeln oder ähnlichem kontaminiert.

Frühstück

Am nächsten Morgen schliefen L. und ich noch, während meine Frau mit L.‘s Bruder schon mal die Gegend und auch die Lage am Frühstücksbuffet erkundeten. Auf Nachfrage hieß es die glutenfreien Brötchen seien schon aufgebacken worden. Da bis zu L.‘s Frühstück aber sicher noch eine Stunde vergehen würde, protestierte meine Frau dagegen. Sie erhielt dann das Angebot nach Bescheidgeben zum richtigen Zeitpunkt neue Brötchen aufzubacken, von dem wir Gebrauch machten. Das Selbe vereinbarten wird dann auch gleich für den nächsten Morgen. Die Brötchen waren in Ordnung und Marmelade, Schokocreme und Butter waren abgepackt am Buffet erhältlich so dass das insgesamt in Ordnung war.

Mittagessen

Zum Mittagessen hatte sich eine riesige Schlange bei der Essensausgabe gebildet bei der jetzt immerhin drei Köche arbeiteten. Es gab direkt erkennbar Chili-Con-Carne mit Brötchen. Auf Nachfrage bei meinem Bekannten vom Vorabend – hieß es das sei glutenfrei, so stellten wir uns dazu an. Als wir endlich drankamen war das Chili alle und Neues gäbe es erst nach einer Stunde(!). Auf die Frage bot uns der Koch mit Käse überbackene Gnocchi an. Da ich die Erfahrung gemacht hatte, dass glutenfrei Gnocchi eher selten zu bekommen waren und da mich der Kollege wie gesagt am Vorabend nicht gerade überzeugt hatte, fragte ich daher ziemlich zweifelnd nach. Der Koch holte seinen Chef der selbstbewusst äußerte: 1000 %, das ist glutenfrei. Ich war immer noch nicht überzeugt, aber der Chef wirkte sehr sicher. Er schaute dann sicherheitshalber nochmal wegen des Käses nach (auch GF), also bestellten wir das Gericht. Während wir dann aßen kam der Chef zu unserem Tisch und erklärte mir nochmal dass er sich der Problematik mit Zöliakie-Kunden sehr bewusst sei und entsprechend Bescheid wusste. Bei dieser Gelegenheit bestellten wir dann für den Abend glutenfrei Pasta mit Bolognese und damit war wenigstens das Abendessen schon mal in trockenen Tüchern

Abendessen 2

Am Abend waren die Nudeln (L. hatte Penne bestellt, es gab Spaghetti, aber nun ja) schon vorbereitet. Diese wurden dann nur noch in der Bolognese (die aus einer fertigen Tüte, ob so gekauft oder vorbereitet und eingeschweißt, kann ich nicht sagen) erhitzt und die Nougatcreme war ebenfalls glutenfrei. Mein Lieblingskoch entschuldigte sich dann erneut mehrfach, was mir mittlerweile schon unangenehm war, vermutlich ist er nachhaltig für das Thema sensibilisiert.

glutenfreie Spaghetti aus Panarbora
glutenfreie Spaghetti aus Panarbora

Fazit – Glutenfrei in der Jugendherberge Panarbora

L. reagiert nicht besonders empfindlich, deshalb können wir nichts über eine etwaige Kontamination sagen. Anstrengend war es (wie leider so oft) allemal. In der Summe freue ich mich aber natürlich dass das Thema zumindest in den Jugendherbergen anscheinend angekommen ist. Dies wussten wir ja auch schon von mehreren Klassenfahrten und anderen Freizeiten.

Glutenfreier Skiurlaub in Dachstein-West

Unser erster glutenfreier Skiurlaub

Für den ersten richtigen Skiurlaub mit L. hatte ich über das Internet hatte ich das Hotel Sonnenhof in Gosau gefunden, das glutenfreies Essen anbietet. Dort hatte ich das Rundum-Sorglos-Paket mit drei Mahlzeiten plus „Jause“ gebucht.

Sicherheitshalber hatte ich eine Woche vor dem Urlaub nochmal eine Mail geschickt, dass wir für L. glutenfreies Essen benötigen.

Erster Eindruck: glutenfrei geht gut!

Als wir dort ankamen wies ich auch gleich an der Rezeption daraufhin, die freundliche Dame war schon im Bilde und sagte wir sollten gleich bei dem Jause-Kaffee der Bedienung bescheid geben.
Bei der Jause gab es eine kleine Kuchenauswahl, Suppe und Brötchen mit etwas Salat. Für L. bekamen wir auf Anfrage dann ein verpacktes Stück Kuchen von Resch & Frisch. Dann kam der Küchenchef der uns begrüßte und uns genau mitteilte was es glutenfrei zu Essen geben könnte. Orientieren würden sie sich immer am normalen Menu und nur dort wo es nötig war bestimmte Sachen ersetzen. Generell galt dass Saucen und Suppen immer ohne Mehl gemacht wurden und daher alle problemlos gegessen werden können. Als L. durchblicken ließ dass die ihr angebotene „Linzer Schnitte“ nicht 100%ig ihr Fall war bekamen wir gleich noch ein paar Salzbrezeln, Cookies und Schoko-Crossies.

Glutenfreier Snack im Skiurlaub
Das Service-Personal war sehr aufmerksam, dass L. diesen Kuchen nicht so besonders mochte haben sie sich gemerkt und an den weiteren Tagen gab es Muffins oder Krapfen. Da letztere dann als besonders lecker erkannt wurde gab es davon sogar noch einen beim letzten Frühstück zum Abschied.

Glutenfreier Berliner  im Skiurlaub

Glutenfreies Abendessen

Beim Abendessen gab es immer ein Kindermenu mit zwei Gerichten zur Auswahl und einen Vorschlag wie man dies glutenfrei gestalten könne. Am ersten Abend gab es daher gf-paniertes Schnitzel mit Pommes. An weiteren Tagen war es dann z.B. Nudelsuppe statt Brotsuppe oder Spaghetti statt Lasagne.

Glutenfreie Speisekarte im Skiurlaub

Wenn das Buffet nicht komplett glutenfrei war wurden die Sachen aus der Küche gebracht. aber bei einem Mittagessen hatten wir auch das Glück das sowieso alles in Ordnung war und wir uns einfach am Menu bedienen konnten.

Glutenfreies Frühstück

Zum Frühstück bekamen wir jeweils einen Korb mit zwei in der Folie aufgebackenen Brötchen (noch verpackt) auf den Tisch gestellt, dazu zwei Schüsselchen mit Cornflakes und Müsli. Butter und Marmelade holten wir vom Buffet, was mir jetzt vor allem bei der Nutella nicht so ganz gefiel. Wenn auch man eigentlich sich von Marmelade und Nutella in kleine Schüsselchen nehmen sollte, so habe ich auch irgendwann mal ein Kind gesehen, dass den Nutella-Löffel direkt zum Bestreichen ihres Brötchens nützte. Als ich den Küchenchef darauf ansprach, meinte er wir könnten auch ein eigenes Nutella-Glas bekommen. Da wir fast immer mit die ersten beim Frühstück waren und so das Nutella-Glas immer noch fast voll war, machten wir davon aber keinen Gebrauch.

Highlight waren sicher die glutenfreien Palat-Schinken und der glutenfreie Kaiserschmarrn als Ersatz für die normale Kinder-Süßspeise, beides findet man wohl eher nicht so oft in der glutenfreien Variante. Und gerade Kaiserschmarrn gehört für viele zu einem Skiurlaub dazu.

Glutenfreier Kaiserschmarrn Glutenfreier Palatschinken

Etwas komisch war, dass am letzten Tag die Pizza auch in der Tüte serviert wurde, aber so war wenigstens sichergestellt dass sie nicht kontaminiert war.

Glutenfreie Pizza in Verpackung Glutenfreie Pizza im Skiurlaub

Fazit

Was das Essen angeht so kann man nicht klagen. Das Skigebiet ist für meinen Geschmack etwas zu klein und dass ich den Kindern jeweils für die Mittagspause die Skischuhe ausziehen musste, wir dann 300 Meter ins Hotel laufen mussten und dann das ganze wieder umgekehrt, hatte ich im Vorfeld unterschätzt. Die anderen Kinder aßen im Kurs auf der Hütte, was es natürlich für die Eltern deutlich einfacher machte. Ich würde so etwas beim nächsten Skiurlaub auch eher versuchen. Im Zweifelsfall muss man wohl dem Skilehrer das glutenfreie Essen mitgeben.

PS: zufälligerweise hatte L. in der Woche nach unserem Urlaub ihre jährliche Blutuntersuchung. Ergebnis: keinerlei Auffälligkeiten bezüglich Transglutaminase. Wir können also davon ausgehen, dass das Essen weitestgehend unkontaminiert waren.